Roter Sattelzug fährt bei Sonnenuntergang auf der Autobahn
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Einleitung

Trotz KI alles andere als out

Vertiefung Bürokaufleute
Lkw-Fahrer am Lenkrad in der Fahrerkabine
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Stellenabbau in der Verwaltung, KI ersetzt Büroangestellte – Meldungen wie diese gehen immer wieder durch die Medien. KI-Anwendungen in der Verwaltung nehmen zu, bedeuten aber keinesfalls das Aus für den Beruf „Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement“. Die Berufsausbildung bereitet auf vielfältige Aufgaben vor und ermöglicht zugleich, sich in viele Richtungen zu spezialisieren. Deshalb können Fachkräfte in unterschiedlichen Unternehmensbereichen Aufgaben übernehmen, wie die Analyse von 350 Stellenangeboten für Bürokaufleute* ergeben hat. Sie sollten dafür diverse Software-Systeme beherrschen sowie zuverlässig, teamfähig und selbstständig sein. Aber die Auswertung zeigt: Erfahrung mit KI-Anwendungen gehören (noch) nicht dazu.   

Amazon will Stellen abbauen, weil das Unternehmen viele Aufgaben und Prozesse mithilfe von KI automatisiert. Auch die Lufthansa hat angekündigt, bis 2030 bis zu 4.000 Beschäftigte in der Verwaltung einzusparen, da die Fluggesellschaft aufgrund der tiefgreifenden Digitalisierung und KI im Unternehmen hier nicht mehr so viele Mitarbeitende benötigt. Die Zahlen beunruhigen, doch Experten gehen davon aus, dass viele Bürojobs nicht wegfallen, sondern sich eher verändern werden. Fakt ist, bestimmte Routineaufgaben werden schon heute automatisiert. Eine Deloitte-Studie geht davon aus, dass bis 2035 etwa 35 Prozent der Arbeitszeit in klassischen Büroberufen von Technologie übernommen werden könnte. Für den DEKRA Arbeitsmarktreport wurden 350 Stellenangebote für Bürokaufleute im Volltext untersucht, um herauszufinden, welche Aufgaben sie am neuen Arbeitsplatz übernehmen sollen und welche Kompetenzen Arbeitgeber von Jobsuchenden erwarten. 

Wo werden die Bürokaufleute arbeiten?

Fast alle Unternehmen und Behörden benötigen die Unterstützung von Bürokaufleuten. Die Stichprobe enthält dementsprechend Stellenangebote aus fast allen Branchen. Den größten Anteil haben Offerten von Arbeitgebern aus dem Bereich Personaldienstleistung, fast jede fünfte der offenen Stellen ist hier zu besetzen (19,7 %). Unternehmen stellen Bürokaufleute gerne auf Zeit ein, um beispielsweise Elternzeiten oder Krankheitsphasen von Angestellten zu überbrücken. Mit großem Abstand folgen die Arbeitgeberbranchen Handel (7,4 %) und Handwerk (6,9 %).  
Bei der Jobsuche werden sowohl diejenigen fündig, die in Vollzeit arbeiten möchten als auch Fachkräfte, die eine Teilzeit-Position anstreben: Bei mehr als jeder zweiten Stelle können Interessierte zwischen beiden Arbeitszeitmodellen wählen (52,0 %). In nicht ganz drei von zehn Fällen handelt es sich hingegen um reine Vollzeitstellen (29,1 %). 

* Die korrekte Bezeichnung des Ausbildungsberufs lautet „Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement“. Er ersetzte 2014 die drei Ausbildungen Bürokaufmann/Bürokauffrau, Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation sowie Fachangestellte/r für Bürokommunikation. Im vorliegenden Text verwenden wir der besseren Lesbarkeit halber Bezeichnungen wie „Bürokaufleute“ oder „Bürofachkräfte“.