
Wünsche an die Politik
Über lange Zeit gewachsene Strukturen, Arbeitsweisen und Einstellungen lassen sich nicht von heute auf morgen völlig umkrempeln. Hier sind Start-ups etwas im Vorteil. Aber im Gespräch mit den Personalverantwortlichen zeigt sich: Die etablierten Arbeitgeber sind auf dem Weg und machen sehr viel, um ihre wachsenden Belegschaften im Veränderungsprozess mitzunehmen und zu unterstützen.
Manche Spezifika der Verteidigungsbranche stehen jedoch der Herausforderung entgegen, schnell viele neue Fachkräfte zu finden und einzustellen. Vieles davon lässt sich nicht ändern und ist auch sinnvoll. An anderer Stelle haben die befragten Unternehmen jedoch klare Wünsche an die Politik. So wünschen sie sich beispielsweise die Reduzierung bürokratischer Hürden oder mehr Investitionen in die digitale Infrastruktur in Deutschland. Auch für die Unterstützung beim Wechsel von Fachkräften aus schrumpfenden in wachsende Industrien gibt es Optimierungsbedarf, zum Beispiel durch schnellere Vermittlungsprozesse oder gezielte Qualifizierungsangebote. Für Start-ups wäre mehr Offenheit zwischen allen Beteiligten, wie z. B. Industrie, Forschung, Start-ups oder öffentlichen Institutionen wichtig, da Innovationen durch das Zusammentreffen verschiedener Perspektiven und Kompetenzen entstehen.
„Wir würden uns wünschen, dass Wechsel zwischen Unternehmen und Branchen stärker unterstützt und bürokratische Hürden reduziert werden. Entscheidend ist, vorhandene Kompetenzen möglichst schnell dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden.“
Inka Tews,
Personalvorständin,
Hensoldt AG

